Pressemitteilung Nr. 4

Mehr Geld für Tagesmütter

Tagesmütter aus Vorpommern-Rügen ziehen wieder vor Gericht. Diesmal vors Oberverwaltungsgericht. Sie kämpfen weiter für eine bessere Bezahlung, nachdem das Verwaltungsgericht die erste Klage gegen den Landkreis abgewiesen hatte. 499 Euro pro Kind und Monat – ab 01. September 505 Euro –  erhält eine Tagesmutter für einen belegten Ganztagsplatz. (Dieser Betrag setzt sich zusammen aus Mitteln des Landes, des Landkreises und den restlichen Betrag teilen sich die Kommunen und Eltern je zur Hälfte. Für die Festlegung der Höhe eines belegten Ganztagsplatzes ist der Landkreis zuständig.) Dies sei zu wenig – so der Hintergrund des Aufbegehrens. Bei Ausschöpfung von fünf Plätzen, die eine Tagesmutti maximal haben darf, und aller Abzüge bleibt ein Stundenlohn von nicht ganz zehn Euro.

„Ich kann den Frust verstehen, zumal in den Kindertagesstätten deutlich mehr verdient wird. Dabei ist die Verantwortung dieselbe. Hinzu kommt, dass die Erzieherin höchstens 40 Stunden in der Woche von 50 Stunden Höchstbetreuungszeit eines Kindes in der Ganztagsbetreuung ihrer Aufgabe nachgeht. Tagesmütter bieten zehn Stunden Ganztagsbetreuung an. Dass die Tagesmütter dringend gebraucht werden, steht ebenfalls außer Frage. Schließlich gibt es vielerorts zu wenig Kitaplätze, auch die Flexibilität in punkto Betreuungszeiten ruft oft die Tagesmutter auf den Plan“, sagt Landratskandidat Steffen Ulrich.

Der parteilose und unabhängige Einzelbewerber hatte das Thema Tagesmütter von Anfang an auf seiner Agenda. Unter seinen Zielen heißt es: „Ich will für ein besseres soziales Umfeld sorgen: Betreuung in Kindertagesstätten und in der Kindertagespflege gleichermaßen fördern“. Dazu steht der Verwaltungsfachmann nach wie vor. „Für mich ist das ein ganz wichtiges Thema. Diese Ungleichbehandlung muss ein Ende haben. Es muss mehr Geld für die Tagesmütter bereitgestellt werden.“, ist Steffen Ulrich überzeugt. Er werde sich der Sache annehmen, wenn es mit der Wahl zum Landrat klappt.